Was tun bei Dauererektion?
Wenn eine Erektion länger als vier Stunden anhält – medizinisch als schmerzhafte Dauererektion oder Ständiger Ständer bekannt –, handelt es sich um einen medizinischen Notfall. Betroffene sollten unverzüglich einen Arzt aufsuchen, um bleibende Schäden zu vermeiden.
Im akuten Fall können einige Maßnahmen vorübergehend Linderung schaffen. So kann das Kühlen mit einem Eisbeutel helfen, die Durchblutung im Penis zu reduzieren. Auch eine lokale Kompression – also das vorsichtige Andrücken des Penis – kann unter ärztlicher Anleitung versucht werden, um den Blutfluss vorübergehend zu regulieren.
Medikamente, die entzündungshemmend wirken, können in bestimmten Fällen ebenfalls eingesetzt werden, besonders wenn eine Entzündung oder eine übermäßige Durchblutung die Ursache ist. Allerdings ist Vorsicht geboten: Hausmittel ersetzen keinen Arztbesuch.
In manchen Fällen liegt eine embolische Störung zugrunde – ein sogenannter arterio-venöser Shunt, also ein „Kurzschluss“ zwischen einer Arterie und dem Schwellkörpergewebe. Dann kann eine Embolisation hilfreich sein: ein minimalinvasives Verfahren, bei dem ein spezieller Stoff eingespritzt wird, um den gestörten Blutfluss zu unterbinden. Dies geschieht durch einen Gefäßspezialisten meist ambulant und mit geringem Risiko.
Wichtig ist: Niemand muss sich für solche Probleme schämen. Ursachen können vielfältig sein – von Blutkrankheiten über Medikamente bis hin zu psychischen Faktoren. Wer schnell handelt, schützt seine Gesundheit. Wenn die Erektion chronisch oder wiederholt auftritt, ist eine gründliche Untersuchung unerlässlich.
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