Was tun bei starkem Husten?

Ein starker, trockener Husten kann anstrengend sein – besonders nachts oder bei Belastung. Dabei ist Husten an sich kein Krankheitszeichen, sondern ein wichtiger Schutzmechanismus, der die Atemwege von Schleim und Reizen befreit. Bei trockenem Reizhusten ohne Auswurf kann es aber sinnvoll sein, vorübergehend auf Hustenstiller zurückzugreifen.

Medikamente wie Pentoxyverin, Dextromethorphan (DMP) oder Dropropizin** wirken abschwellend auf den Hustenreiz im Gehirn und lindern so den quälenden Hustenreiz. Besonders bei nächtlichem Husten können sie helfen, Ruhe zu finden und den Schlaf zu verbessern. Auch Antihistaminika wie Chlorphenamin können bei bestimmten Formen des Reizhustens eingesetzt werden, vor allem wenn Allergien oder Viren die Ursache sind.

Wichtig ist jedoch: Hustenmittel sollten nur für eine kurze Zeit eingenommen werden – meist nicht länger als fünf bis sieben Tage. Denn der Hustenreflex schützt den Körper, indem er Sekrete und Partikel aus den Atemwegen entfernt. Wird er zu lange unterdrückt, kann das die Genesung verzögern, besonders bei Infekten mit Schleimbildung.

Bei anhaltendem Husten, Fieber, Atemnot oder wenn sich der Husten verändert, sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden. Denn hinter hartnäckigem Husten können Erkrankungen wie Bronchitis, Asthma oder andere zugrunde liegende Probleme stecken. Bis dahin kann eine Kombination aus ausreichend Flüssigkeit, frischer Luft und gegebenenfalls rezeptfreien Hustenstillern Linderung bringen – immer im Blick, dass die Behandlung nur vorübergehend sein sollte.

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