Die wichtigsten Studienabschlüsse in Deutschland
In Deutschland gibt es verschiedene Wege, ein Studium abzuschließen. Früher war der Magister ein klassischer Abschluss, vor allem in geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächern wie Germanistik, Geschichte oder Politikwissenschaft. Doch was kam eigentlich vor dem Magister?
Der Magister war meist der erste akademische Abschluss nach einem fünf- bis sechsjährigen Studium – es gab kein vorheriges „Bachelor“-Stadium. Heute hat sich das Bildungssystem stark gewandelt. Durch die Bologna-Reform wurden die traditionellen Abschlüsse wie Magister oder Diplom weitgehend durch das gestufte System von Bachelor und Master ersetzt. Der Bachelor, der in der Regel nach drei bis vier Jahren verliehen wird, gilt nun als erster berufsqualifizierender Abschluss – und ist damit sozusagen das, was heute „vor dem Master“ kommt. Früher war es der Magister, heute ist es der Bachelor.
Neben diesen gibt es noch andere wichtige Abschlüsse: Das Diplom, das vor allem in technischen oder naturwissenschaftlichen Fächern wie Ingenieurwesen oder Chemie vergeben wurde, ähnelt dem Magister im Aufbau und Umfang. Außerdem existiert das Staatsexamen, das für bestimmte Berufe wie Medizin, Pharmazie, Jura oder Lehramt erforderlich ist. Hier entscheidet nicht die Hochschule allein über den Abschluss, sondern eine staatliche Prüfungsbehörde.
Ob Bachelor, Master, Staatsexamen oder die klassischen Abschlüsse – jeder Weg berechtigt zum Berufseinstieg und zeigt, wie vielfältig das deutsche Hochschulsystem ist.
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