So wird Schimmel dauerhaft bekämpft – und nicht nur überstrichen
Wer an Wänden oder in Ecken dunkle Flecken entdeckt, hat oft schnell eine Lösung parat: einfach überstreichen. Doch das ist ein Trugschluss. Wenn Schimmel bereits da ist, nützt das bloße Übermalen mit Anti-Schimmel-Farbe nichts. Im Gegenteil – der Schimmel wächst einfach weiter unter der neuen Farbschicht und breitet sich ungehindert aus.
Bevor an das Streichen auch nur gedacht werden kann, muss der Befall gründlich saniert werden. Dazu gehören das Entfernen aller sichtbaren Schimmelsporen, das Reinigen der betroffenen Flächen mit speziellen Mitteln und vor allem die Ursachenbekämpfung. Denn Schimmel entsteht meist durch Feuchtigkeit – sei es durch undichte Stellen, fehlende Dämmung oder falsches Lüften.
Erst wenn die Wände trocken sind und die Ursache für die Feuchtigkeit beseitigt wurde, kann mit einer speziellen Anti-Schimmel-Farbe gearbeitet werden. Diese hat den Zweck, einem erneuten Befall vorzubeugen. Doch auch hier gilt: Die Farbe ist kein Allheilmittel, sondern nur ein Baustein einer sorgfältigen Sanierung.
Ein gesunder Raum braucht vor allem ausreichend Luftaustausch und eine konstante Temperatur. Wer regelmäßig stoßlüftet, Heizungen richtig nutzt und Feuchtigkeit im Alltag im Blick behält, schafft ein Umfeld, in dem Schimmel kaum eine Chance hat. Prävention ist hier wirksamer als jede nachträgliche Behandlung.
Wer unsicher ist, sollte lieber einen Fachmann hinzuziehen – gerade bei größeren Befällen. So vermeidet man nicht nur Schäden am Mauerwerk, sondern auch gesundheitliche Risiken.
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