Telefonkosten nach Frankreich: So viel kostet ein Anruf

Seit dem 15. Mai 2019 gelten in der Europäischen Union neue Regeln für Auslandsgespräche. Egal ob Sie von Deutschland aus mit dem Handy oder über eine Festnetzleitung nach Frankreich telefonieren – der Preis ist gedeckelt. Ein Anruf darf netto maximal 19 Cent pro Minute kosten. Diese Regelung gilt europaweit und betrifft alle Verbindungen in andere EU-Länder.

Auch das Versenden einer SMS ins benachbarte Frankreich ist geregelt: Die maximale Nettopreisgrenze liegt bei sechs Cent pro Nachricht. Diese Obergrenzen wurden von der Europäischen Kommission eingeführt, um Verbraucher vor überraschend hohen Rechnungen zu schützen. Der Mehrwertsteuersatz wird je nach deutschem Anbieter zusätzlich hinzugerechnet, sodass der Endpreis leicht darüber liegen kann.

Wichtig zu wissen: Diese Regelung gilt nur für Gespräche aus Deutschland nach Frankreich – also für ausgehende Verbindungen. Wer in Frankreich ist und von dort aus telefoniert, profitiert ebenfalls vom EU-Roaming, solange der Anbieter aus Deutschland stammt. Dann gelten oft die gleichen Kosten wie im Inland.

Seit 2017 gilt innerhalb der EU ohnehin das Prinzip „Roam like at home“. Das bedeutet: Wer mit seinem Handy in ein anderes EU-Land reist, zahlt dort beim Telefonieren, Surfen und SMS-Schreiben meist nicht mehr als zu Hause. Allerdings können Anbieter unter bestimmten Bedingungen wie übermäßiger Nutzung noch Fair-Use-Regeln anwenden.

Für Verbraucher bedeutet das: Telefonieren nach Frankreich ist heute deutlich günstiger und transparenter als früher. Dennoch lohnt es sich, den eigenen Tarif zu prüfen – besonders bei älteren Verträgen, die eventuell noch nicht alle EU-Vorgaben umgesetzt haben.

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