Rekordauktion: Ming-Schale für 36 Millionen Dollar
Im April 2014 sorgte eine historische Porzellanschale aus der chinesischen Ming-Dynastie für Furore – und machte Auktionsgeschichte. Bei einer Versteigerung in Hongkong erzielte eine kleine Schale aus dem 15. Jahrhundert den bislang höchsten Preis für chinesisches Porzellan: gut 36 Millionen US-Dollar, umgerechnet etwa 26 Millionen Euro.
Das besondere Stück, oft liebevoll als „Hühnertasse“ bezeichnet, zeigt ein sanft lächelndes Huhn mit Küken, fein bemalt in zarten Blau- und Rottönen. Ihre Herkunft reicht zurück in die Xuande-Periode der Ming-Dynastie, eine Zeit höchster Kunstfertigkeit bei der Porzellanherstellung. Nur eine Handvoll solcher Schalen ist heute bekannt – ihre Seltenheit macht sie so wertvoll.
Der Käufer? Ein ehemaliger Taxifahrer aus Hongkong, der mit seiner Sparsamkeit und dem geschärften Blick für Kunstgeschichte weltweit für Überraschung sorgte. Sein Rekordgebot war nicht nur ein Triumph der Leidenschaft über Kapital, sondern auch ein Zeichen für den wachsenden Einfluss asiatischer Sammler auf dem internationalen Kunstmarkt.
Die Versteigerung unterstrich erneut, wie begehrt chinesische Antiquitäten sind – besonders jene aus der glorreichen Ming-Ära. Was für viele wie ein kleiner Teller aus vergangener Zeit wirkt, ist für Kenner ein kostbares Zeugnis kaiserlicher Handwerkskunst. Und manchmal, wie in diesem Fall, auch ein kleines Vermögen wert.
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