Leben auf dem Kreuzfahrtschiff: Traumurlaub als Dauerzustand?
Die Vorstellung, den Alltag gegen eine endlose Seereise einzutauschen, fasziniert immer mehr Menschen. Jeden Morgen in einem anderen Hafen aufwachen, den Blick über das weite Meer schweifen lassen und sich um nichts kümmern müssen – das dauerhafte Wohnen auf einem Kreuzfahrtschiff klingt nach purem Luxus. Doch dieser außergewöhnliche Lebensstil hat seinen Preis, und der ist alles andere als ein Schnäppchen.
Wer ernsthaft darüber nachdenkt, seine Zelte an Land abzubrechen und fest auf einen Ocean Liner umzuziehen, muss tief in die Tasche greifen. Die Kosten für ein eigenes Domizil auf dem Wasser sind happig. Für ein kompaktes Studio blättert man laut Branchenportalen wie Cruisemapper bereits rund 600.000 Euro hin. Wer mehr Platz und exklusiven Komfort sucht, für den wird es richtig teuer: Eine luxuriöse Suite kann mit bis zu 12 Millionen Euro zu Buche schlagen.
Neben dem reinen Kaufpreis dürfen Kaufinteressenten jedoch die laufenden Kosten nicht aus den Augen verlieren. Ähnlich wie bei einer Eigentumswohnung an Land fallen auch auf See monatliche Servicegebühren an. Diese decken in der Regel die Verpflegung in den Restaurants, den Reinigungsservice, Nebenkosten sowie die Nutzung der Freizeiteinrichtungen und Pools ab. Hinzu kommen Ausgaben für Landausflüge, medizinische Versorgung an Bord und Versicherungen.
Trotz der enormen finanziellen Hürden erfreut sich das Konzept „Wohnen auf dem Schiff“ wachsender Beliebtheit. Neue Anbieter drängen auf den Markt, die alte Liner umbauen oder moderne Residenzschiffe entwerfen. Für vermögende Rentner und ortsunabhängige Digitale Nomaden bleibt es eine verlockende Alternative zum klassischen Eigenheim – vorausgesetzt, das nötige Kleingeld ist vorhanden.
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