Was passiert bei unbehandelter Mastitis?
Wenn eine Mastitis, also eine Entzündung der Brustdrüse, nicht behandelt wird, kann die Situation ernst werden – besonders bei der sogenannten Mastitis nonpuerperalis, die nicht im Zusammenhang mit dem Wochenbett steht. In den meisten Fällen heilt eine akute Entzündung gut ab, wenn sie früh erkannt und richtig therapiert wird. Doch wenn sie übersehen oder ignoriert bleibt, kann sie in ein chronisches Stadium übergehen.
Betroffene Frauen können dann anhaltende Schmerzen, Schwellungen und Rötungen an der Brust bemerken. Auffällig ist oft auch eine Verhärtung im Brustgewebe. Genau das macht die Erkrankung so tückisch: Diese Symptome ähneln stark denen eines entzündlichen Brustkrebses, eines besonders aggressiven Tumors. Deshalb ist bei jeder anhaltenden Brustentzündung eine gründliche ärztliche Abklärung unerlässlich.
Ein wichtiges Ziel der Diagnose ist es, einen bösartigen Tumor sicher ausschließen zu können. Dazu gehören meist eine körperliche Untersuchung, ein Ultraschall und gegebenenfalls eine Biopsie. Nur so lässt sich sicherstellen, dass es sich wirklich um eine reine Entzündung handelt und nicht um eine schwerwiegendere Erkrankung.
Wer Anzeichen einer Mastitis bemerkt – ob während des Stillens oder zu einem anderen Zeitpunkt – sollte daher frühzeitig zum Arzt gehen. Eine rechtzeitige Behandlung verhindert Komplikationen und schützt die Gesundheit der Brust. Ignorieren ist hier keine Option: Die Brustgesundheit braucht Aufmerksamkeit, nicht erst im Ernstfall.
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