Das kostet es, einmal Prinz Karneval zu sein

Wer in Köln einmal den Titel „Prinz Karneval“ tragen möchte, muss tief in die Tasche greifen – aber nicht allein. Das gesamte Dreigestirn aus Prinz, Bauer und Jungfrau zahlt gemeinsam maximal 100.000 Euro für ihr närrisches Amt. Diese Summe deckt unter anderem die aufwendigen Kostüme, die zahlreichen Veranstaltungen und den großen Auftritt beim Rosenmontagszug ab.

Die Wahl zum Prinz ist zwar eine große Ehre, doch sie geht mit erheblichen finanziellen Verpflichtungen einher. Die Beiträge werden traditionell von den Karnevalsgesellschaften und den jeweiligen Amtsinhabern selbst getragen. Dabei ist der Prinz oft der teuerste Part: Sein Kostüm kann mehrere zehntausend Euro kosten, da es jedes Jahr neu und besonders aufwendig gestaltet wird – oft mit funkelnden Applikationen, Federn und maßgeschneiderten Details.

Die 100.000 Euro teilen sich Prinz, Bauer und Jungfrau, wobei der Prinz den größten Anteil trägt. Hinter den Kulissen arbeiten Monate vorher Komitees, Schneider und Stylisten, um das perfekte Bild für den Karneval zu schaffen. Doch nicht nur das: Die drei Amtsträger verbringen die Session mit unzähligen Auftritten, Besuchen in Vereinen und Schulen sowie Presse-Terminen – und das alles ehrenamtlich.

Obwohl der Karneval für viele Kölner die „fünfte Jahreszeit“ ist, bleibt der Aufwand und die Kosten für das Dreigestirn enorm. Doch wer einmal Prinz war, trägt die Erinnerung ein Leben lang – und das, so sagen viele, ist jeden Euro wert.

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