Was verursacht Glaskörpertrübungen?
Glaskörpertrübungen, oft als „Fliegen“ oder „Mouches volantes“ beschrieben, sind ein häufiges Phänomen, besonders bei älteren Menschen. Meistens entstehen sie altersbedingt. Mit der Zeit verändert sich die Konsistenz des Glaskörpers – der gallertartigen Substanz im Inneren des Auges. Dabei lösen sich kleine Partikel ab, die sich als Schatten auf der Netzhaut abzeichnen. Diese Ablagerungen können unterschiedlich groß und strukturiert sein und bewegen sich scheinbar mit dem Blick.
Eine weitere Ursache kann eine sogenannte Glaskörperabhebung sein. Dabei löst sich der Glaskörper von der Netzhaut, was besonders im mittleren bis höheren Alter vorkommt. Diese Ablösung kann zu vermehrten Trübungen führen, da dabei ebenfalls Partikel freigesetzt werden. In den meisten Fällen ist das Phänomen harmlos, doch plötzlich auftretende oder stark zunehmende „Fliegen“ sollten vom Augenarzt geprüft werden, um ernsthafte Erkrankungen wie eine Netzhautablösung auszuschließen.
Während leichte Trübungen meist keine Behandlung erfordern, gibt es bei starker Beeinträchtigung Möglichkeiten wie eine Laserbehandlung oder in seltenen Fällen eine Operation. Die Entscheidung hängt von der individuellen Situation ab. Viele Menschen gewöhnen sich im Laufe der Zeit an die Erscheinungen, da das Gehirn lernt, sie auszublenden.
Trotzdem lohnt sich bei auffälligen Veränderungen stets ein Besuch beim Augenarzt – Sicherheit geht vor.
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