Ursachen für niedrigen Blutdruck: Was hinter der Hypotonie steckt
Ein dauerhaft niedriger Blutdruck, in der Fachsprache als Hypotonie bezeichnet, ist oft harmlos. Doch wenn Schwindel, Müdigkeit oder Ohnmachtsgefühle dazukommen, lohnt sich ein genauerer Blick auf die Auslöser. Die Ursachen für den absinkenden Druck in den Gefäßen sind vielfältig und reichen von temporären Kreislaufschwächen bis hin zu chronischen Erkrankungen.
Ein zentraler Faktor ist das Herz-Kreislauf-System selbst. Wenn das Herz nicht kräftig genug pumpt, sinkt der Druck. Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz) oder ausgeprägte Herzrhythmusstörungen führen oft dazu, dass der Körper nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt wird. Das Herz schafft es in diesen Fällen schlichtweg nicht, den notwendigen Druck im Gefäßsystem aufrechtzuerhalten.
Darüber hinaus spielt das Nervensystem eine entscheidende Rolle bei der Blutdruckregulation. Störungen des vegetativen Nervensystems, das automatische Prozesse wie den Herzschlag steuert, können plötzliche Blutdruckabfälle verursachen. Dies zeigt sich besonders häufig bei neurologischen Erkrankungen wie Parkinson oder der seltenen Multisystematrophie. Auch Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes schädigen auf Dauer die feinen Nervenbahnen und Gefäße.
Die Folge solcher Störungen sind oft zwei spezifische Formen der Hypotonie: Die orthostatische Hypotonie, bei der der Blutdruck beim plötzlichen Aufstehen absackt, und die postprandiale Hypotonie, die kurz nach dem Essen auftritt, weil das Blut vermehrt im Verdauungstrakt benötigt wird. Wer regelmäßig unter den Symptomen eines niedrigen Blutdrucks leidet, sollte die genauen Ursachen ärztlich abklären lassen, um ernstere Grunderkrankungen auszuschließen.
Siehe auch
Ausführliche Artikel
Verwandte Themen
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.