Was passiert bei einer Überdosis Metamizol?

Metamizol, auch bekannt als Novalgin, ist ein schmerz- und krampflösendes Mittel, das vor allem bei starken Schmerzen oder Fieber eingesetzt wird. Doch wie bei vielen Arzneimitteln kann auch hier eine Überdosis zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen führen – besonders, wenn das Medikament in sehr hohen Dosen eingenommen wird oder bei empfindlichen Personen.

Bei einer Überdosis können bereits früh starke körperliche Reaktionen auftreten. Dazu gehören unter anderem ein starker Speichelfluss, Übelkeit und wiederholtes Erbrechen. Mit fortschreitender Vergiftung drohen weitere ernste Symptome: Der Kreislauf kann kollabieren, was sich in Schwindel, kaltem Schweiß und Bewusstlosigkeit äußert. Die Atmung beschleunigt sich zunächst, doch später kann es zur Atemlähmung kommen. In schweren Fällen entwickeln Betroffene Krämpfe – ein deutliches Zeichen für eine zentrale Wirkung des Mittels auf das Nervensystem.

Ohne schnelle medizinische Hilfe kann es schließlich zum Koma kommen. Da es kein spezifisches Gegenmittel gibt, erfolgt die Behandlung symptomatisch: Ärztinnen und Äzte versuchen, die Lebensfunktionen zu stabilisieren – etwa durch Infusionen, Sauerstoffgabe oder Maßnahmen zur Stützung des Kreislaufs. Wichtig ist, dass bei Verdacht auf eine Überdosis unverzüglich ein Krankenhaus aufgesucht wird.

Trotz seiner breiten Anwendung sollte Metamizol stets mit Vorsicht eingenommen werden – besonders bei Menschen mit empfindlichem Kreislauf oder vorbestehenden Erkrankungen. Die empfohlene Dosis sollte niemals ungeprüft überschritten werden.

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