Enthält gekochte Kartoffel noch Stärke?
Ja, frisch gekochte Kartoffeln enthalten jede Menge Stärke – das gilt auch für andere stärkehaltige Lebensmittel wie Pasta, Reis oder Brot. Doch was viele nicht wissen: Wie die Kartoffel zubereitet und danach gelagert wird, spielt eine große Rolle für die Art der Stärke und wie der Körper sie verwertet.
Bei frisch gekochten Kartoffeln ist die Stärke hauptsächlich in einer Form vorhanden, die der Körper schnell aufspalten kann. Das führt zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels. Interessant wird es jedoch, wenn die Kartoffel danach abkühlt – etwa im Kühlschrank. Beim Abkühlen wandelt sich ein Teil der Stärke in sogenannte resistente Stärke um. Diese wird im Dünndarm kaum verdaut und gelangt weitgehend unverändert in den Dickdarm, wo sie wie Ballaststoffe wirkt und die Darmgesundheit fördert.
Genau das ist der Grund, warum abgekühlte Kartoffeln – etwa in einer Pellkartoffel-Salat-Variante – von einigen Ernährungswissenschaftlern als besonders gesund betrachtet werden. Die resistente Stärke kann zudem dazu beitragen, länger satt zu bleiben und den Blutzuckerspiegel stabiler zu halten.
Allerdings: Wird die abgekühlte Kartoffel danach wieder aufgewärmt, bleibt ein Teil dieser positiven Wirkung erhalten. Es lohnt sich also, mal etwas anders zu kochen – etwa eine große Portion Kartoffeln zubereiten, abkühlen lassen und dann kalt oder aufgewärmt genießen. So kann man nicht nur Abwechslung auf den Teller bringen, sondern auch etwas für die Verdauung tun.
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