Warum werden Kartoffeln beim Kochen weich?

Wer schon einmal Kartoffeln gekocht hat, kennt das Phänomen: Hart wie Stein zu Beginn, werden sie nach einigen Minuten im Topf schön weich – perfekt für Pellkartoffeln oder Püree. Doch was passiert dabei eigentlich im Inneren der Knolle?

Der Schlüssel liegt in der Stärke, einem wichtigen Bestandteil der Kartoffel. In rohem Zustand sitzen die Stärkekörner fest in den Zellen. Beim Erhitzen nehmen sie Wasser auf, quellen auf und vergrößern sich – ähnlich wie ein trockener Schwamm, der ins Wasser fällt. Er saugt sich voll und wird weich und nachgiebig.

Genau das passiert auch mit der Kartoffel. Die hitzebedingte Quellung der Stärke führt dazu, dass die Zellwände nachgeben und das feste Gewebe weich wird. Ohne diesen Vorgang wären gekochte Kartoffeln kaum genießbar.

Übrigens: Je länger die Kartoffeln kochen, desto stärker quillt die Stärke auf – bis hin zur Aufweichung. Deshalb ist es wichtig, den Garzustand im Auge zu behalten, besonders wenn man sie pürieren oder später rösten möchte.

So einfach wie effektiv: Durch Hitze und Wasser wird aus der harten Knolle ein weiches, sättigendes Lebensmittel – und das ganz ohne Zusatzstoffe.

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