Ausführliche Artikel Was passiert mit Geld auf Girokonto wirklich hinter den verschlossenen Türen der großen Bankentürme?

Wem gehört das Geld auf dem Girokonto wirklich?

Wenn du dein Gehalt auf dein Girokonto überwiesen bekommst, scheint das Geld zwar dir zu gehören – doch juristisch gesehen ist das nicht ganz korrekt. Sobald du Geld auf ein Konto einzahlst, wird es rechtlich Eigentum der Bank. Du erhältst im Gegenzug eine Forderung gegen die Bank: die Verpflichtung, dir den Betrag bei Bedarf wieder auszuzahlen.

Du besitzt kein Eigentum am Geld – sondern eine Forderung gegen die Bank.

Das bedeutet: Das Geld auf deinem Girokonto, Tagesgeld, Festgeld oder Sparbuch ist kein Eigentum im klassischen Sinne, sondern eine schuldrechtliche Forderung. Die Bank verbucht deinen Betrag in ihre Bilanz und kann damit arbeiten – sie leiht es beispielsweise an andere Kunden weiter oder investiert es. Dafür zahlt sie dir unter Umständen Zinsen.

Der Vorteil: Diese Forderung ist in der Regel sehr sicher. In Deutschland ist das Einlagensicherungssystem stark. Private Einlagen bis zu 100.000 Euro pro Kunde und Bank sind gesetzlich geschützt. Sollte eine Bank also pleitegehen, greift die Entschädigungseinrichtung und erstattet den Betrag.

Trotzdem lohnt es sich, dies zu wissen: Das Geld auf deinem Konto ist kein Besitz, sondern ein Anspruch. Und dieser Anspruch hängt von der Stabilität und Seriosität der Bank ab. Deshalb ist es klug, nicht nur auf Zinsen zu achten, sondern auch darauf, bei welcher Bank man sein Geld anlegt.

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