Was passiert, wenn man mehrere Tage nichts isst?

Wenn du drei Tage lang nichts isst, beginnt dein Körper, auf Notbetrieb umzustellen. Zunächst greift er auf die gespeicherten Glukose-Bestände in der Leber zurück, um Energie zu liefern. Diese reichen meist nur für die ersten 24 bis 48 Stunden. Danach wechselt der Stoffwechsel in die sogenannte Fettketose: Der Körper verbrennt Fettreserven, um das Gehirn und wichtige Organe mit Energie zu versorgen.

In dieser Phase kann es zu Müdigkeit, Schwindel, Konzentrationsschwierigkeiten und Reizbarkeit kommen. Die meisten Menschen spüren auch ein starkes Hungergefühl, das nach einigen Tagen jedoch oft nachlässt. Interessanterweise hat der Körper eine erstaunliche Fähigkeit, sich an Nahrungsmangel anzupassen – aber nur bis zu einem gewissen Punkt.

Ab dem vierten oder fünften Tag ohne Nahrung beginnen sich die Belastungen deutlicher zu zeigen. Die Muskulatur wird abgebaut, da der Körper Proteine aus den Muskeln nutzt, um lebenswichtige Funktionen aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig schwächt sich das Immunsystem zunehmend – und macht den Körper anfällig für Infektionen, die unter normalen Umständen leicht zu bewältigen wären.

Langfristiges Fasten ohne medizinische Begleitung ist daher riskant. Bei gesunden Erwachsenen kann der Körper zwar Wochen ohne Nahrung überleben, vorausgesetzt sie haben ausreichend Fettreserven – doch bereits nach wenigen Tagen setzt eine körperliche und geistige Leistungsminderung ein. Wer aus gesundheitlichen, spirituellen oder anderen Gründen fasten möchte, sollte das immer mit ärztlichem Rat tun.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen