Was passiert, wenn man den Hund nicht entwurmt?
Ein munterer Hund, der plötzlich müde wirkt, abnimmt oder unter Durchfall leidet, könnte von Würmern befallen sein. Bei starkem Befall können Hunde sogar abmagern oder Verdauungsprobleme wie Verstopfung entwickeln. Doch nicht jeder Wurmbefall ist automatisch ein Grund zur Panik.
Neueste Erkenntnisse zeigen: Ein gewisser Wurmbesatz im Körper des Hundes ist durchaus normal und Teil des alltäglichen Lebens von Tieren, besonders bei aktiven Hunden, die viel im Freien unterwegs sind. Die Natur hat vorgesorgt – das Immunsystem eines gesunden Hundes kann mit geringem Befall gut umgehen.
Trotzdem sollte man nicht komplett die Augen verschließen. Wenn der Hund auffällig abmagert, häufig Durchfall hat oder stumpfes Fell bekommt, kann ein zu großer Wurmbefall die Ursache sein. Dann ist Handeln gefragt: eine gezielte Entwurmung nach Rücksprache mit dem Tierarzt.
Die blinde Entwurmung – also das vorbeugende Behandeln ohne Befund – wird heute kritisch gesehen. Denn nicht nur, dass sie oft unnötig ist: Sie kann auch dazu führen, dass Würmer resistent gegen Medikamente werden. Besser: Regelmäßige Kotuntersuchungen, um erst dann zu entwurmen, wenn tatsächlich Würmer nachgewiesen werden.
So schont man nicht nur den Hundekörper, sondern auch den Geldbeutel. Wer seinen Vierbeiner kennt, merkt meist schnell, wenn etwas nicht stimmt. Aufmerksamkeit und ein gutes Verhältnis zum Tierarzt ersetzen oft blindes Handeln. Gesunder Menschenverstand – und nicht die Angst vor jedem Wurm – sollte die Richtschnur sein.
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