Was passiert bei unbehandeltem Magenkrebs?

Wenn Magenkrebs nicht behandelt wird, schreitet die Erkrankung in der Regel weiter voran. Anfangs verursacht der Tumor oft kaum Beschwerden, weshalb er lange unentdeckt bleibt. Mit der Zeit wächst er jedoch in die Magenwand hinein, kann diese durchdringen und auf umliegende Organe übergreifen. Krebszellen können sich über Lymphbahnen oder das Blut im Körper verteilen – meist zunächst in die Lymphknoten, später auch in Leber, Lunge oder Knochen. Solche Metastasen machen die Behandlung deutlich schwieriger.

Auch wenn eine Operation durchgeführt wird, reicht allein die Entfernung des Tumors nicht immer aus. Wie die Deutsche Krebsgesellschaft betont, kann es selbst bei scheinbar vollständiger Entfernung zu einem Rückfall kommen, weil winzige Krebszellen im Körper zurückbleiben, die dem Auge des Chirurgen entgehen. Ohne zusätzliche Therapien wie Chemotherapie oder Strahlung können sich diese Zellen erneut vermehren.

Unbehandelt führt Magenkrebs oft zu schweren Komplikationen: Der Tumor kann den Nahrungsdurchgang behindern, zu Blutungen führen oder das Gewicht stark absinken lassen – ein Zustand, der den Körper langsam schwächt. Je früher die Erkrankung erkannt und behandelt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Symptome wie anhaltende Verdauungsprobleme, unerklärlicher Gewichtsverlust oder Völlegefühl nach kleinen Mahlzeiten sollten deshalb nicht ignoriert werden.

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