Schwarz vor Augen – Was passiert im Körper?

Fast jeder kennt das Gefühl: Man steht zu schnell auf, der Raum beginnt leicht zu schwanken, und plötzlich wird es schwarz vor Augen. Meist dauert dieser Zustand nur Sekunden, bevor das Sehen wieder normal wird. Doch was läuft da eigentlich im Körper falsch?

Der Grund liegt oft in einer kurzen Unterversorgung des Gehirns – und damit auch der Sehzellen im Auge – mit Sauerstoff. Besonders beim schnellen Aufstehen kann das Blut durch die Schwerkraft vorübergehend schlechter zum Gehirn gelangen. Dieser Vorgang wird auch orthostatische Dysregulation genannt. Wenn die Sehzellen im Auge nicht genug Sauerstoff erhalten, schalten sie sich kurzzeitig ab. Ohne Lichtreize entsteht der Eindruck von Schwärze – als ob man die Augen schließen würde.

Interessant ist, dass die Zellen vor dem „Aus“ oft eine kurze Phase erhöhter Aktivität durchlaufen. Das kann als Schwindel, Flimmern oder ein leichtes Kippen der Umgebung wahrgenommen werden. Spätestens dann ist es ratsam, sich vorsichtshalber hinzusetzen, um nicht zu stürzen.

Gelegentliches Schwindelgefühl oder kurzzeitiges Abdunkeln der Sicht ist meist harmlos, besonders bei Müdigkeit, Durst oder zu wenig Essen. Trotzdem sollte man wiederholte oder starke Episoden ärztlich abklären lassen, denn sie können auf Blutdruckprobleme, Dehydration oder andere Ursachen hinweisen. Eine gezielte Diagnose hilft, Klarheit zu schaffen – und die dunklen Momente seltener zu machen.

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