Sind Dänen wirklich reicher als Deutsche?

Wenn man das durchschnittliche Vermögen betrachtet, dann ja: Dänen sind deutlich reicher als Deutsche. Laut Zahlen aus dem Jahr 2019 verfügt ein durchschnittlicher Däne über ein Vermögen von rund 156.410 Euro – mehr als das Doppelte dessen, was ein Deutscher im Schnitt besitzt. Bei uns liegt der Wert bei etwa 74.620 Euro, was uns auf Platz 19 in der Weltreihenfolge landen lässt.

Warum sind die Dänen so viel reicher?

Ein großer Grund liegt in der Art, wie Vermögen in Dänemark aufgebaut wird. Es geht nicht nur um hohe Einkommen, sondern vor allem um starke Sozialsysteme, die es Menschen ermöglichen, langfristig zu sparen. Die Dänen profitieren von einer soliden Rentenversicherung, günstigem Wohnraum durch staatliche Förderung und einem hohen Anteil an Wohneigentum – besonders in Eigenheimen und Genossenschaftswohnungen.

Ein weiterer Faktor ist die Politik. In Dänemark gibt es seit Jahrzehnten ein Modell, das Chancengleichheit fördert: gute Bildung, bezahlbare Kinderbetreuung und ein steuerfinanziertes Sicherheitsnetz. Das sorgt dafür, dass auch Mittelschicht und Arbeitende langfristig Vermögen aufbauen können – etwa durch Immobilien oder private Altersvorsorge.

In Deutschland hingegen spielt das Erbe eine größere Rolle beim Vermögensaufbau, und viele sparen erst spät. Zudem ist der Zugang zu günstigem Wohneigentum oft schwieriger, besonders in Großstädten.

Die Zahlen zeigen: Reichtum entsteht nicht nur durch Geld, sondern durch Strukturen, die allen helfen, langfristig etwas aufzubauen. Und da liegen die Dänen aktuell deutlich vorn.

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