Was bedeutet Nitrit im Urin?
Wenn bei einer Urinuntersuchung Nitrit nachgewiesen wird, kann das ein Hinweis auf eine Harnwegsinfektion sein. Tatsächlich enthält gesunder Urin normalerweise kein Nitrit. Was viele nicht wissen: Der Körper scheidet über die Nahrung aufgenommenes Nitrat mit dem Urin aus. Gelangen jedoch Bakterien in die Harnwege – besonders häufig bei Blasenentzündungen –, können diese Nitrat in Nitrit umwandeln.
Diese Umwandlung ist für den Menschen an sich nicht gefährlich, aber sie ist ein wichtiges Warnsignal. Denn der Nachweis von Nitrit im Urin deutet stark auf eine bakterielle Besiedlung hin, meist durch Keime wie Escherichia coli. Deshalb wird bei einer Routineuntersuchung des Urins oft ein Schnelltest auf Nitrit durchgeführt – besonders bei Patienten mit typischen Beschwerden wie Brennen beim Wasserlassen oder häufigem Harndrang.
Ein positiver Nitrit-Test allein reicht jedoch nicht aus, um eine Infektion sicher zu diagnostizieren. Manchmal ist das Ergebnis falsch positiv oder falsch negativ, etwa wenn der Urin zu lange in der Blase stand oder die Bakterienarten kein Nitrit bilden können. Deshalb prüfen Ärztinnen und Ärzte zusätzlich auf weiße Blutkörperchen oder führen eine Urinkultur durch, um die Erreger genau zu identifizieren.
Falls bei Ihnen Nitrit im Urin festgestellt wurde, sprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt. Oft lässt sich eine beginnende Harnwegsinfektion frühzeitig mit ausreichend Flüssigkeit und gegebenenfalls Antibiotika behandeln. Vorbeugen können Sie durch gutes Trinkverhalten, häufiges und vollständiges Ableeren der Blase sowie eine sorgfältige Intimhygiene.
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