Was tun bei Gärstockung?

Die Gärung eines selbstgemachten Weins oder Fruchtweins kann manchmal unerwartet ins Stocken geraten. Das nennt man Gärstockung. Besonders ärgerlich wird es, wenn man die Stockung erst spät bemerkt. Dann ist die ursprünglich verwendete Hefe oft schon nicht mehr in der Lage, die Vergärung fortzusetzen – sie ist schlichtweg erschöpft oder abgestorben.

Was hilft in diesem Fall? Der Ansatz muss mit einer neuen, frischen und vor allem vitalen Hefe versetzt werden. Dabei ist es wichtig, eine Hefe zu wählen, die robust ist und auch bei ungünstigen Bedingungen noch arbeiten kann. Ideal sind spezielle Gärhefen, die dafür bekannt sind, Restzucker zuverlässig zu vergären.

Bevor du die neue Hefe hinzugibst, solltest du sicherstellen, dass der Most noch genug Zucker enthält. Ist der Wein bereits trocken, ist eine erneute Gärung natürlich nicht mehr nötig. Aber wenn er noch deutlich süßlich schmeckt, lohnt sich der Versuch. Achte darauf, die Hefe richtig aufzuwecken – am besten mit etwas warmer Stille und etwas Zucker, bevor du sie zum Ansatz gibst.

Ein guter Tipp: Gärstockung lässt sich oft vermeiden, wenn man von Anfang an auf Temperatur, Nährstoffe und Sauberkeit achtet. Aber wenn es doch passiert, ist nicht gleich alle Hoffnung verloren. Mit der richtigen Vorgehensweise kannst du den Ansatz oft noch retten.

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