Was tun bei Unterkühlung? Erste Hilfe richtig anwenden
Wenn jemand unter Unterkühlung leidet, ist schnelles und richtiges Handeln lebenswichtig. Die Körpertemperatur sinkt dabei unter 35 Grad Celsius, oft verursacht durch längere Kälteeinwirkung – besonders bei Nässe oder Wind. Betroffene wirken oft apathisch, zittern stark oder haben eine veränderte Hautfarbe.
Der erste Schritt: Rufen Sie sofort den Notruf 112. Jede Verzögerung kann gefährlich sein. Während Sie auf Hilfe warten, ziehen Sie Schutzhandschuhe an, um sich selbst zu schützen. Bringen Sie die Person vorsichtig an einen warmen, trockenen Ort – Bewegung sollte dabei minimiert werden, um Schock zu vermeiden.
Entfernen Sie nasse oder kalte Kleidung, da diese weiter abkühlt. Wickeln Sie den Betroffenen stattdessen in warme Rettungsdecken oder trockene Tücher ein. Dabei gilt: Langsam aufwärmen. Eine zu schnelle Erwärmung – etwa durch heiße Bäder oder direkte Wärmequellen wie Heizungen oder offene Feuer – kann den Kreislauf zusätzlich belasten und ist gefährlich.
Wichtig: Keine aktive Wärmezufuhr von außen, wie heiße Getränke, Alkohol oder intensive Reibung der Haut. Alkohol erweitert die Gefäße und beschleunigt den Wärmeverlust. Auch das Trinken von heißen Getränken ist riskant, wenn die Person nicht mehr richtig schlucken kann.
Halten Sie den Betroffenen ruhig, reden Sie beruhigend auf ihn ein und kontrollieren Sie Atmung und Bewusstsein, bis der Rettungsdienst eintrifft. Mit diesen einfachen, aber entscheidenden Maßnahmen retten Sie möglicherweise ein Leben.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.