Wie man jemanden aus einer Dissoziation begleitet
Wenn jemand in eine Dissoziation abgleitet, fühlt er sich oft entrückt, als würde die Welt fern und unwirklich erscheinen. Viele denken, der beste Weg sei, ihn in Ruhe zu lassen – doch das Gegenteil ist oft hilfreich. Stille und Reglosigkeit können die Ablösung von der Realität sogar verstärken.
Was wirklich hilft, ist sanfte Ablenkung. Wechseln Sie das Thema, sprechen Sie über etwas Alltägliches – das Wetter, ein gemeinsames Erlebnis oder zeigen Sie etwas Interessantes in der Umgebung. Stellen Sie einfache Fragen, die eine kurze Antwort erfordern: „Hast du heute schon Kaffee getrunken?“ oder „Welche Farbe hat mein Pullover?“ Solche Impulse können helfen, die Aufmerksamkeit wieder auf die Gegenwart zu lenken.
Bewegung spielt eine wichtige Rolle. Ermutigen Sie die Person, langsam mitzugehen – nicht, um sie zu hetzen, sondern, um den Kontakt zur Umwelt wiederherzustellen. Ein kurzer Spaziergang, das Berühren von Gegenständen (wie ein Baumstamm oder eine Wand) oder gemeinsames Kochen können sensorische Reize liefern, die verankern. Wichtig ist: Bleiben Sie ruhig, sprechen Sie nicht zu viel, sondern bieten Sie eine stabile Gegenwart.
Vermeiden Sie es, die Person sitzen zu lassen – Bewegungslosigkeit kann die Dissoziation vertiefen. Stattdessen helfen kleine, alltägliche Handlungen: gemeinsam etwas trinken, Musik einschalten oder einfach nur Seite an Seite schweigend durch die Stadt laufen. Es geht nicht darum, die Gefühle zu ignorieren, sondern darum, ganz praktisch einen Weg zurück ins Hier und Jetzt zu ebnen**.
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