Was tun bei hartnäckigem Nagelpilz?
Ein befallener Nagel – oft verfärbt, brüchig oder verdickt – ist nicht nur ein optisches Problem, sondern kann im fortgeschrittenen Stadium auch schmerzhaft werden. Nagelpilz entwickelt sich langsam und bleibt oft jahrelang unbehandelt, weil viele Betroffene ihn unterschätzen oder sich dafür schämen.
Die gute Nachricht: Gegen die Pilzinfektion gibt es wirksame Mittel, die ohne Rezept in der Apotheke erhältlich sind. Besonders bewährt haben sich farblose Lacke mit den Wirkstoffen Amorolfin oder Ciclopirox. Diese durchdringen den Nagel und wirken direkt gegen den Erreger – entweder, indem sie das Wachstum des Pilzes stoppen oder ihn vollständig abtöten.
Die Behandlung erfordert jedoch Geduld. Da Nägel langsam wachsen, muss der Lack regelmäßig – oft wöchentlich oder täglich – aufgetragen werden. Bei Zehennägeln kann die Therapie bis zu ein Jahr oder länger dauern, bis der gesunde Nagel vollständig nachgewachsen ist. Wichtig ist, auch die gesunden Nägel vorsorglich zu behandeln, um eine erneute Ansteckung zu verhindern.
Zudem sollte man die Füße stets trocken halten, atmungsaktive Schuhe tragen und eigene Hygieneartikel verwenden. In schweren Fällen oder bei wiederholten Infektionen kann ein Arzt auch ein systemisches Mittel – zum Beispiel in Tablettenform – verordnen.
Frühzeitig behandelt, hat Nagelpilz in den meisten Fällen eine gute Prognose. Zögern Sie daher nicht, bei Verdacht einen Apotheker oder Arzt zu fragen – schon aus Gründen der Selbstsicherheit lohnt sich der Schritt.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.