Was tun, wenn Blutdrucktabletten nicht helfen?

Viele Menschen kämpfen trotz der regelmäßigen Einnahme mehrerer Medikamente mit einem chronisch zu hohen Blutdruck. Wenn eine Anpassung des Lebensstils und herkömmliche Blutdrucksenker keine ausreichende Wirkung zeigen oder aufgrund starker Nebenwirkungen unerträglich werden, spricht man von einer therapierefraktären Hypertonie. In solchen Fällen bietet die moderne Medizin innovative Alternativen abseits der klassischen Pharmakotherapie.

Eine vielversprechende Option ist ein minimalinvasiver Eingriff an den Nieren, die sogenannte renale Denervierung. Bei diesem Verfahren werden die überaktiven Nervenbahnen in den Nierenarterien, die maßgeblich an der Blutdruckregulation beteiligt sind, durch gezielte Radiofrequenzenergie oder Ultraschall verödet. Die Weiterleitung der Fehlsignale, die den Blutdruck künstlich in die Höhe treiben, wird dadurch dauerhaft unterbrochen.

Kliniken wie das St. Josefs-Hospital Wiesbaden (Medizinische Klinik I, Kardiologie) bieten dieses spezialisierte Verfahren bereits seit Ende 2021 erfolgreich an. Der schonende Kathetereingriff dauert meist weniger als eine Stunde und kann Betroffenen dabei helfen, ihre Werte langfristig zu stabilisieren und das Risiko für schwerwiegende Folgeerkrankungen wie Schlaganfälle oder Herzinfarkte drastisch zu senken.

Sollten Ihre Medikamente nicht die gewünschte Wirkung zeigen, empfiehlt sich ein ausführliches Beratungsgespräch mit einem Kardiologen, um zu prüfen, ob ein solcher Eingriff für Sie infrage kommt.

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