Wo sagt man „Tamam“?
„Tamam“ ist ein Wort, das viele aus dem Türkischen kennen – und das längst auch im Alltag in Deutschland oder Österreich zu hören ist. Ursprünglich stammt es aus dem Arabischen, wurde aber über die Jahrhunderte fester Bestandteil der türkischen Sprache. Heute bedeutet „tamam“ meist einfach „okay“ oder „verstanden“. Doch wie die Frage zeigt, hat es noch mehr Bedeutungen.
Im Türkischen kann „tamam“ tatsächlich als Substantiv vorkommen – dann steht es für „das Ganze“, „die Gesamtheit“. Seltener, aber möglich. Viel häufiger ist es als Adjektiv zu hören, etwa wenn jemand sagt: „İş tamam!“ – „Die Sache ist erledigt!“. In diesem Sinne drückt es Abschluss, Zustimmung oder Klarheit aus.
Doch längst hat „tamam“ auch die Sprachgrenzen überschritten. In städtischen Vierteln von Berlin bis Wien ist es Teil der Umgangssprache geworden – oft ohne dass sich der Sprecher der türkischen Wurzeln bewusst ist. Jugendliche sagen „tamam“ beim Streit, um zu zeigen, dass die Diskussion vorbei ist. Freunde nutzen es lässig im Alltag: „Tamam, wir treffen uns um acht.“
Es ist ein kleines Wort mit großer Wirkung. Einfach, verständlich, überzeugend. Und genau deshalb hat es sich so gut verbreitet – weit über die Grenzen der türkischen Sprache hinaus. Heute sagt man „tamam“, wo immer eine Bestätigung schnell und klar sein soll.
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