Schenken statt Erben – der steuerliche Vorteil
Wenn es um die Übertragung von Vermögen geht, lohnt es sich, frühzeitig zu planen. Viele fragen sich: Ist es besser, etwas zu vererben oder schon zu Lebzeiten zu verschenken? Die Antwort ist klar: Schenken ist oft steuerlich günstiger als Erben.
Grund dafür ist die unterschiedliche Behandlung durch das Finanzamt. Bei einer Schenkung können Freibeträge genutzt werden, die je nach Verwandtschaftsgrad variieren. Enkel beispielsweise dürfen von jedem Großelternpaar bis zu 400.000 Euro geschenkt bekommen, ohne Steuern zahlen zu müssen. Bei einer Erbschaft greift zwar derselbe Freibetrag, doch oft entstehen höhere Belastungen, weil das gesamte Erbe auf einmal berücksichtigt wird.
Zudem ermöglicht das Schenken zu Lebzeiten mehr Kontrolle. Man sieht noch, wie die Lieben mit dem Geschenk umgehen – sei es Geld, eine Wohnung oder wertvolle Gegenstände. Wer sein Haus rechtzeitig verschenkt, kann unter bestimmten Voraussetzungen sogar die Grundsteuer und Erbschaftssteuer sparen. Wichtig ist, dass der Schenker weiterhin darin wohnen darf, um soziale Härten zu vermeiden – das akzeptiert das Finanzamt oft.
Ein weiterer Vorteil: Wer früh schenkt, verringert sein steuerpflichtiges Vermögen. Das kann letztlich die Erbschaftssteuerlast für die Erben deutlich reduzieren. Allerdings sollten Schenkungen richtig dokumentiert sein, um späteren Streitigkeiten vorzubeugen.
Fazit: Zeitiges Schenken spart Steuern und stärkt die Familie. Wer plant, sollte sich jedoch immer individuell beraten lassen – denn jeder Fall ist anders.
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