Was tun, wenn der Hund nicht an der Leine geht?

Es kommt oft vor: Man will mit dem Hund Gassi gehen, doch plötzlich bleibt er stehen, setzt sich hin oder zieht sich zurück. Besonders bei ausgewachsenen Hunden kann das zu einer Geduldsprobe werden. Viele Besitzer ziehen dann unwillkürlich an der Leine oder bitten immer wieder, weiterzugehen – doch das hilft selten.

Ein entspannter Umgang mit der Situation ist oft der bessere Weg.

Anstatt zu ziehen oder zu drängen, kann es helfen, sich einfach ruhig abzuwenden. Die Leine leicht gespannt halten, aber nicht reißen. Oft entsteht in dieser kurzen Pause ein Moment der Unsicherheit beim Hund – und genau dann zeigt er Interesse, was der Mensch jetzt macht. Meistens folgt er dann von selbst, nur um wieder Kontakt zu haben.

Wichtig ist, keine Kraftprobe zu beginnen. Hunde spüren unsere Anspannung und reagieren darauf. Wer ruhig bleibt, signalisiert dem Hund Sicherheit. Mit etwas Zeit und Wiederholung lernt er, dass es angenehmer ist, locker an der Leine mitzugehen, statt dagegenzuhalten.

Kleine Belohnungen nach erfolgreichem Weitergehen können das gewünschte Verhalten unterstützen.

Die Gewöhnung an die Leine funktioniert am besten mit Konsequenz und Gelassenheit. Es geht nicht um Kontrolle, sondern um Verständigung. Wer seinem Hund Zeit lässt und klare, ruhige Signale setzt, baut Vertrauen auf – und macht den Spaziergang für beide zum Genuss.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen