Gehalt auf hoher See: Was verdient ein Erster Offizier?

Das Leben auf einem Containerschiff ist faszinierend, bringt jedoch auch eine enorme Verantwortung mit sich. Wer sich für die maritime Laufbahn entscheidet, trägt nicht nur die Verantwortung für tonnenschwere Fracht, sondern steuert auch ein beachtliches Gehalt an. Die Vergütung von Nautischen Offizieren ist in Deutschland klar geregelt und richtet sich meist nach dem Heuertarifvertrag (HTV See).

Direkt nach der Ausbildung beziehungsweise dem Studium steigen Absolventen als Nautischer Wachoffizier ein. Im ersten Berufsjahr liegt das monatliche Bruttogehalt laut dem Tarifvertrag von 2020 bei 4.758 Euro. Dies bildet das Fundament für die weitere Karriere an Bord.

Mit steigender Seefahrtzeit und wertvoller beruflicher Erfahrung auf den Weltmeeren wachsen auch die Befugnisse. Wer das nötige Befähigungszeugnis erlangt, kann zum Ersten Nautischen Offizier (oft auch als „Chief Mate“ bezeichnet) aufsteigen. In dieser Schlüsselposition, direkt unter dem Kapitän, klettert das Gehalt deutlich nach oben und beträgt laut Tarifstufe 5.753 Euro brutto im Monat.

Die Spitze der Karriereleiter markiert schließlich die Position des Kapitäns. Mit der Gesamtverantwortung für Schiff, Besatzung und Ladung steigt das Salär auf stolze 7.102 Euro an. Zu diesen tariflichen Grundgehältern kommen in der Praxis häufig noch steuerfreie Zulagen für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit sowie Bonuszahlungen der jeweiligen Reedereien hinzu. Die Seefahrt bleibt damit nicht nur ein Abenteuer, sondern auch finanziell eine lohnende Perspektive.

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