Was verdient ein ehemaliger Bundeskanzler?

Wenn ein Bundeskanzler sein Amt verlässt, endet damit nicht einfach alles. Im Gegenteil: Ehemalige Regierungschefs genießen auch nach ihrer Amtszeit gewisse Privilegien, die vom Staat getragen werden.

So werden ihnen in der Regel Büros auf Lebenszeit zur Verfügung gestellt, in denen Mitarbeiter für ihre Belange sorgen – von der Bearbeitung von Anfragen bis zur Verwaltung ihres Nachlasses. Diese Strukturen können über Jahrzehnte bestehen, wie es bei Helmut Kohl oder Gerhard Schröder der Fall war.

Doch auch finanziell sind die ehemaligen Kanzler gut abgesichert. Angela Merkel, die von 2005 bis 2021 im Amt war, erhält laut Berechnungen des Bundes der Steuerzahler monatliche Altersbezüge von rund 15.000 Euro. Diese setzen sich aus verschiedenen Leistungen zusammen: einer Ruhegehaltssumme als ehemalige Bundestagsabgeordnete, Zulagen für ihre Zeit als Regierungschefin und Beiträgen zur Altersversorgung aus ihrem Amtsjahr.

Es handelt sich dabei nicht um ein festgeschriebenes „Kanzler-Gehalt nach der Amtszeit“, sondern um eine Kombination gesetzlicher Regelungen, die für hohe Amtsträger gelten. Dennoch sorgt das immer wieder für Diskussionen – besonders, wenn die Kosten für Büros und Mitarbeiter aus öffentlichen Kassen bezahlt werden.

Letztlich spiegelt die Versorgung ehemaliger Kanzler die Bedeutung ihres Amtes wider – und die Erwartung, dass sie auch nach ihrer aktiven Laufbahn im Amt eine gewisse Rolle in der Öffentlichkeit einnehmen können.

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