Welche Bibel nutzen Christen?

Die Heilige Schrift der Christen ist die christliche Bibel, ein Buch, das für Gläubige weltweit die Grundlage ihres Glaubens darstellt. Sie ist in zwei große Teile gegliedert: das Alte Testament und das Neue Testament. Das Alte Testament stammt ursprünglich aus dem jüdischen Glauben und enthält Geschichten von der Schöpfung, die Geschichte des Volkes Israel, Weisheitsbücher und Prophetensprüche. Christen sehen darin die Verheißung eines Retters, die im Neuen Testament erfüllt wird.

Das Neue Testament steht im Zentrum des christlichen Glaubens. Es berichtet vom Leben, von den Lehren, dem Sterben und der Auferstehung Jesu Christi. Dazu gehören die vier Evangelien nach Matthäus, Markus, Lukas und Johannes, die Apostelgeschichte, die Briefe der Apostel und die Offenbarung des Johannes. Diese Schriften entstanden nach Überlieferung im ersten Jahrhundert nach Christus und wurden schrittweise zu dem, was heute als Bibel bekannt ist.

Je nach christlicher Tradition kann die Bibel leicht variieren. Katholiken, Protestanten und orthodoxe Christen nutzen dieselben Grundtexte, doch die katholische Bibel enthält zusätzliche Bücher im Alten Testament, sogenannte deuterokanonische Schriften. In der Praxis entscheiden Gemeinden oder Einzelpersonen oft, welche Übersetzung sie bevorzugen – sei es die Lutherbibel, die Einheitsübersetzung oder die Neue Weltübersetzung.

Trotz der Unterschiede bleibt die Bibel für alle Christen ein Wegweiser im Glauben, in der Nächstenliebe und im täglichen Leben. Sie wird in Gottesdiensten gelesen, im Gebet vertieft und im Unterricht erläutert – ein lebendiges Buch, das bis heute wirkt.

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