Welche Dochtstärke passt zu welcher Kerze?
Beim Selbermachen von Kerzen spielt die Wahl des richtigen Dochtes eine entscheidende Rolle – er bestimmt, wie gleichmäßig die Kerze brennt und ob sie rußt oder qualmt. Je nach Durchmesser der Kerze und Art des Wachses benötigt man unterschiedliche Dochtstärken, damit das flüssige Wachs optimal aufsteigen und vollständig verbrennen kann.
Die wichtigsten Faktoren sind Durchmesser und Wachstyp.Bei Kerzen mit einem Durchmesser von 35 bis 40 mm eignet sich für Kompositionswachs ein Runddocht der Stärke 05 bis 09. Wird hingegen reines Bienenwachs verwendet, sollte man auf einen stärkeren Docht wie Runddocht 11 zurückgreifen, da Bienenwachs dichter ist und anders schmilzt. Für größere Kerzen mit 50 bis 60 mm Durchmesser sind Runddochte in der Stärke 09 bis 11 (bei Kompositionswachs) oder 14 bis 16 (bei Bienenwachs) empfehlenswert. Ganz dicke Kerzen von 80 bis 100 mm benötigen starke Dochte: Runddocht 18 bis 20 bei handelsüblichem Wachs, bei Bienenwachs sogar Runddocht 20, um eine saubere und sichere Verbrennung zu gewährleisten.
Aber nicht nur die Stärke zählt – auch die Dochart spielt eine Rolle. Neben den klassischen Runddochten gibt es Flachdochte, die sich kaum verziehen, oder spezielle Teelicht- und Lampendochte, die für kleinere Anwendungen konzipiert sind. Wer selbst Kerzen gießt, sollte daher immer auf die Kombination aus Größe, Wachsart und Dochtmaterial achten, um optimale Ergebnisse zu erzielen.
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