Welcher Fisch ist noch unbedenklich zum Essen?
Wenn es um die Auswahl von Fisch geht, stellen sich viele Verbraucher heute die Frage: Was darf es eigentlich noch sein, ohne das Gewissen zu belasten? Die Antwort liegt oft in der Art des Fisches – und darin, wo und wie er gefangen wird.
Schwarmfische wie Sardellen, Makrelen oder Heringe sind eine gute Wahl. Sie vermehren sich schnell, leben meist in großen Gruppen und sind daher weniger gefährdet, überfischt zu werden. Zudem fressen sie hauptsächlich Plankton und kleine Lebewesen, weshalb sie sich nicht so stark mit Schwermetallen wie Quecksilber anreichern wie größere Raubfische.Ganz anders sieht es bei Arten wie Thunfisch, Schwertfisch oder Kabeljau aus. Diese stehen oft an der Spitze der Nahrungskette, fressen viele kleinere Fische und speichern daher Schadstoffe über die Jahre in ihrem Körper. Gleichzeitig sind ihre Populationen oft stark dezimiert, weil sie jahrelang übermäßig geangelt wurden. Besonders Schwertfisch und große Thunfisch-Arten sollten daher besser selten auf dem Teller landen – aus Gesundheits- und Umweltschutzgründen.
Ein Tipp für den Einkauf: Achten Sie auf vertrauenswürdige Siegel wie das MSC-Label (Marine Stewardship Council) oder Informationen zur Herkunft und Fangmethode. Auch regionale Küstenfischerei bietet oft nachhaltigere Optionen als industrielle Hochseefischerei.Kleine, fettreiche Schwarmfische sind nicht nur ökologisch sinnvoller – sie sind auch geschmacklich ein echter Genuss. Probieren Sie mal geräucherten Hering oder frische Sardellen vom Grill. Nachhaltig essen muss auf dem Teller nämlich nicht langweilig schmecken.
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