Die falsche Geste in der Türkei: Vorsicht beim Daumen hoch

Was im deutschsprachigen Raum als Zeichen der Zustimmung gilt, kann anderswo für blankes Entsetzen sorgen. Ein Daumen hoch, das in Deutschland, Österreich oder der Schweiz für „Alles gut“ oder „gut gemacht“ steht, sollte in der Türkei unbedingt vermieden werden – besonders, wenn er in Richtung einer anderen Person gerichtet wird.

Im türkischen Kulturkreis gilt diese Geste nämlich nicht als freundlich, sondern als grob und verletzend. Tatsächlich wird der nach oben gereckte Daumen oft als vulgäre Aufforderung zum Geschlechtsverkehr verstanden. In manchen Regionen ähnelt die Geste sogar einem anstößigen Fluch. Wer sie unbedacht verwendet, riskiert, tief zu kränken oder sogar einen handfesten Streit zu provozieren.

Das zeigt, wie wichtig es ist, sich vor einer Reise mit den lokalen Sitten vertraut zu machen. Was uns harmlos erscheint, kann anderswo eine schwere Beleidigung sein. Ein Lächeln oder ein simples Kopfnicken erfüllt in der Türkei oft den gleichen Zweck – und kommt dabei sicher freundlich an.

Gerade in einem Land wie die Türkei, das zwischen Europa und Asien vermittelt und eine reiche Tradition an Umgangsformen besitzt, lohnt es sich, Gesten bewusst einzusetzen. Denn Respekt zeigt sich nicht nur in Worten, sondern eben auch in der Art, wie wir mit Händen und Körper kommunizieren.

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