Das Plusquamperfekt – mit „haben“ oder „sein“

Das Plusquamperfekt beschreibt eine Handlung, die schon vor einer anderen Vergangenheit stattgefunden hat. Man könnte sagen: Es ist die Vergangenheit der Vergangenheit. Um es richtig zu bilden, brauchst du ein Hilfsverb – entweder haben oder sein – und das Partizip II des Hauptverbs.

Die Wahl zwischen „haben“ und „sein“ hängt vom Verb ab. Die meisten Verben bilden das Plusquamperfekt mit haben. Zum Beispiel: „Ich hatte den Brief geschrieben“ oder „Sie hatte lange nachgedacht“. Hier wird das Hilfsverb „haben“ im Präteritum – also „hatte“ – verwendet.

Andere Verben, besonders solche, die eine Ortsveränderung oder einen Zustandswechsel ausdrücken, nutzen stattdessen sein. Beispiele sind „gehen“, „kommen“, „fahren“ oder „ankommen“. Dann heißt es: „Er war schon nach Hause gegangen“ oder „Wir waren früher angekommen, als geplant“.

Wichtig ist, dass das Hilfsverb immer im Präteritum steht – „hatte“ oder „war“ – und das Hauptverb im Partizip II am Ende des Satzes. Sobald du das Prinzip verstanden hast, fällt das Bilden des Plusquamperfekts leicht. Es taucht oft in Erzählungen auf, wenn es darum geht, die Reihenfolge von Ereignissen in der Vergangenheit klarzustellen.

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