Welche Innendämmung eignet sich für den Altbau?
Bei der Sanierung von Altbauten spielt die Wahl der richtigen Innendämmung eine entscheidende Rolle – besonders, wenn die historische Fassade erhalten bleiben soll. Dann ist eine Dämmung von innen oft die einzige Option. Doch nicht jeder Dämmstoff ist dafür geeignet.
Kalziumsilikat hat sich hier als besonders gut bewährt. Dieser Dämmstoff ist nicht nur diffusionsoffen, sondern auch kapillaraktiv. Das bedeutet: Er kann Feuchtigkeit aufnehmen, weiterleiten und wieder abgeben, ohne seine Dämmeigenschaften zu verlieren. Gerade in alten Mauern, die über Jahrzehnte "mitgeatmet" haben, ist das ein großer Vorteil. So wird Schimmelbildung an der Wand vermieden, die oft bei falscher Dämmung entsteht.Im Gegensatz zu kunststoffbasierten Dämmstoffen, die oft eine zusätzliche Dampfbremse benötigen, arbeitet Kalziumsilikat natürlicher mit dem Mauerwerk zusammen. Es eignet sich besonders für Ziegel-, Sandstein- oder Bruchsteinwände, wie sie typisch für viele Bestandsgebäude sind.
Wichtig ist jedoch die fachgerechte Planung und Ausführung. Eine falsch eingebaute Dämmung – egal aus welchem Material – kann zu Feuchteschäden führen. Daher sollte immer ein Energieberater oder ein Spezialist für Bausanierung hinzugezogen werden, der die individuelle Bausubstanz genau kennt.Zwar ist Kalziumsilikat etwas teurer als herkömmliche Dämmstoffe, doch die langfristige Sicherheit und das gesunde Raumklima rechtfertigen die Investition. Wer den Altbau energetisch verbessern will, ohne Kompromisse bei der Substanz einzugehen, ist mit dieser Lösung gut beraten.
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