Wann ist man in Deutschland wirklich reich?

Die Frage, ab wann man als „reich“ gilt, hat keine einheitliche Antwort – doch Studien liefern konkrete Zahlen. Laut einer Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) aus dem Jahr 2018 zählt man erst ab einem Vermögen von mehr als 477.200 Euro zur vermögenden Schicht. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Geld in der Bank liegt, in Immobilien steckt oder in Aktien und Fonds angelegt ist. Es geht um das gesamte Nettovermögen – also das, was nach Abzahlung aller Schulden übrigbleibt.

Interessant ist jedoch der Blick auf die jüngeren Erwachsenen: Wer unter 30 Jahre alt ist und bereits über ein Vermögen von etwa 71.300 Euro verfügt, gehört laut derselben Studie bereits zu den reichsten zehn Prozent seiner Altersgruppe. Das zeigt, wie sehr sich die finanzielle Situation je nach Lebensphase unterscheidet. Während für Ältere oft Hausbesitz und langjährige Ersparnisse eine große Rolle spielen, sind jüngere Menschen mit deutlich geringeren Summen bereits gut aufgestellt.

Reichtum ist also relativ – und hängt stark vom Alter, vom Wohnort und vom Lebensstandards ab. Dennoch: Ein sechsstelliges Vermögen ist auch heute noch keine Selbstverständlichkeit. Nur eine Minderheit der Deutschen erreicht diese Marke. Wer früh anfängt zu sparen, in Wertpapiere investiert oder Eigenheimbesitzer wird, hat bessere Chancen, langfristig zu den finanziell besser Gestellten zu gehören.

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