Kann Nagelpilz gefährlich werden?

Die meisten Menschen denken bei Nagelpilz zunächst an eine lästige Verfärbung oder Verdickung der Nägel – meist unschön, aber harmlos. Und tatsächlich: Bei gesunden Menschen ist Nagelpilz in der Regel nicht gefährlich. Trotzdem sollte man ihn nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Wenn der Pilz unbehandelt bleibt, kann er sich langsam auf andere Nägel ausbreiten. Auch die Haut in der Nähe, besonders zwischen den Zehen, kann befallen werden. Dort führt der Pilz oft zu Juckreiz, Rötung oder sogar kleinen Rissen – ideal für Bakterien, sich einzunisten.

Besonders Vorsicht ist bei Diabetikern oder Menschen mit schlechtem Blutkreislauf geboten. Bei ihnen kann ein scheinbar kleiner Pilzbefall zu schwerwiegenden Komplikationen führen, etwa zu Entzündungen oder Wunden, die schlecht heilen. In seltenen Fällen drohen sogar schwere Infektionen, wenn der Nagelpilz über Jahre ignoriert wird.

Die gute Nachricht: Früh erkannt, lässt sich Nagelpilz gut behandeln – meist mit speziellen Lacken oder Cremes. Bei stärkerem Befall verschreibt der Arzt auch mal ein Medikament in Tablettenform. Wichtig ist, geduldig zu sein: Die Behandlung kann Monate dauern, bis der gesunde Nagel vollständig nachgewachsen ist.

Also: Bei verdächtigen Veränderungen an den Nägeln lieber früh zum Arzt gehen. Ein Nagelpilz mag harmlos wirken – doch rechtzeitig handeln lohnt sich immer.

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