Welche Krankheiten können Zittern verursachen?

Wenn die Hände, Arme oder andere Körperteile unwillkürlich zittern, spricht man medizinisch von einem Tremor. Solche Erschütterungen sind kein eigenständiges Leiden, sondern oft ein Hinweis auf eine zugrunde liegende Erkrankung – besonders im Bereich der Nerven. In der Neurologie gehört Zittern zu den häufigsten Befunden.

Ein bekanntes Beispiel ist Parkinson. Bei dieser Erkrankung zeigen Betroffene meist ein Ruhezittern, das besonders deutlich wird, wenn der Körper entspannt ist – etwa, wenn die Hand ruhig auf dem Schoß liegt. Doch nicht nur Parkinson kann für Zittern verantwortlich sein. Auch eine Überfunktion der Schilddrüse kann zu feinen, schnellen Zuckungen führen, oft begleitet von Unruhe, Gewichtsabnahme und Herzrasen.

Weitere mögliche Ursachen sind Störungen im Kleinhirn, das für die Feinabstimmung der Bewegungen zuständig ist. Verletzungen oder Erkrankungen in diesem Bereich können koordinationsbedingtes Zittern verursachen, besonders bei gezielten Bewegungen wie dem Greifen nach einem Glas. Auch Multiple Sklerose (MS) kann Tremor auslösen, da bei dieser Autoimmunerkrankung die Nervenbahnen im Gehirn und Rückenmark geschädigt werden.

Das Zittern kann dabei in Ruhe auftreten oder sich erst bei bestimmten Bewegungen zeigen. Wichtig ist: Nicht jedes Zittern ist krankhaft – manchmal reagieren Muskeln auch auf Stress, Erschöpfung oder Koffein. Doch wenn das Zittern anhält, zunimmt oder den Alltag beeinträchtigt, sollte man einen Arzt aufsuchen, um die genaue Ursache abzuklären.

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