Wie laut ist zu laut? Wann wird Lärm gefährlich?
Leises Gemurmel, Vogelgezwitscher, Ruhe – das sind Geräusche um die 30 bis 40 Dezibel (dB). Doch je höher die Zahl, desto belastender wird es für Körper und Geist. Schon ab einer gewissen Lautstärke wird Lärm nicht nur störend, sondern gesundheitsschädlich.
Experten empfehlen eine Obergrenze von 55 dB für ruhiges Arbeiten oder Entspannen. Ab 60 dB steigt die Gefahr von dauerhaften Hörschäden, besonders wenn man über einen längeren Zeitraum hohen Pegeln ausgesetzt ist. Wer beispielsweise regelmäßig in lauten Restaurants, auf Baustellen oder im Straßenverkehr unterwegs ist, sollte besonders auf seine Ohren achten.
Interessant ist auch der Zusammenhang zwischen Lärm und dem Herzen: Ab 65 dB Dauerschall – etwa wie bei starkem Stadtverkehr – erhöht sich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der Körper bleibt im Dauerstress, was Blutdruck und Puls beeinflusst, auch wenn man das nicht bewusst wahrnimmt.
Bei 85 dB, etwa so laut wie ein Staubsauger oder eine laufende Maschine, können bereits nach 40 Stunden pro Woche dauerhafte Schäden am Gehör auftreten. Je lauter es wird, desto kürzer ist die sichere Zeitspanne – Konzerte oder Diskotheken erreichen oft über 100 dB, schon nach 15 Minuten ist dann Vorsicht geboten.
Das Ohr warnt nicht schmerzhaft genug – oft merkt man die Schäden erst viel zu spät. Wer viel Lärm im Alltag hat, sollte deshalb auf sich achten: Ohrenschützer tragen, Pausen in der Stille einlegen und bei ersten Anzeichen wie Klingeln im Ohr rechtzeitig zum Hörakustiker oder Arzt gehen.
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