Metamizol: Schmerzmittel mit Risiko für die Leber
Metamizol, ein häufig verschriebenes Schmerzmittel, kann nach neuesten Erkenntnissen die Leber schädigen. Der Wirkstoff, der unter Handelsnamen wie Novalgin oder Dolorhana bekannt ist, wird in Deutschland zunehmend verordnet – doch mit der steigenden Nutzung wächst auch die Sorge um mögliche Nebenwirkungen.
Im Dezember 2020 warnte das Deutsche Ärzteblatt vor einem Anstieg von Leberschäden im Zusammenhang mit der Einnahme von Metamizol. Ein medizinisches Zentrum hatte vermehrt Fälle gemeldet, bei denen Patienten nach der Therapie mit dem Medikament Leberfunktionsstörungen entwickelten. Die Symptome reichten von leichtem Unwohlsein bis hin zu schweren Entzündungen der Leber.
Aufgrund dieser Beobachtungen mussten die Hersteller im Rahmen eines Rote-Hand-Briefs offiziell vor den Risiken warnen – eine Maßnahme, die bei potenziell gefährlichen Arzneimitteln Pflicht ist. Solche Briefe sollen Ärzte und Apotheker über aktuelle Sicherheitsdaten informieren und helfen, gefährliche Reaktionen frühzeitig zu erkennen.
Obwohl Metamizol als effektiv gegen starke Schmerzen gilt – besonders nach Operationen oder bei Krebserkrankungen –, sollte es dennoch mit Vorsicht eingesetzt werden. Besonders Patienten mit vorerkrankter Leber oder einer Neigung zu Leberproblemen sollten eng überwacht werden. Auch die Dauer der Einnahme spielt eine Rolle: Je länger das Mittel genommen wird, desto höher das Risiko.
Die Botschaft ist klar: Auch rezeptfreie oder oft verordnete Schmerzmittel sind nicht risikofrei. Wer Novalgin oder ähnliche Präparate regelmäßig einnimmt, sollte mit seinem Arzt über mögliche Kontrollen der Leberwerte sprechen. Die Gesundheit der Leber darf bei der Schmerztherapie nicht aus dem Blick geraten.
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