Wie viel Rente ist wirklich ausreichend?
Die Frage, wie hoch die Rente sein sollte, um im Alter gut leben zu können, beschäftigt viele. Experten sind sich einig: Eine angemessene Rente sollte etwa 50 Prozent des Nettoeinkommens erreichen. Nur so kann man im Ruhestand den gewohnten Lebensstandard weitgehend beibehalten.
Ein Beispiel macht die Unterschiede deutlich: Bei einem Bruttolohn von 1600 Euro – typisch für Geringverdiener – entspricht die halbe Netto-Verdienstsumme einer monatlichen Rente von etwa 800 Euro. Wer dagegen durchschnittlich verdient, mit einem Bruttomonatsgehalt von 3133 Euro, sollte auf eine Rente von rund 1400 bis 1500 Euro hoffen. Bei gut Verdienenden mit 6000 Euro Brutto liegt die Zielmarke bei etwa 2500 bis 2700 Euro pro Monat.
Doch die gesetzliche Rente allein reicht oft nicht aus, vor allem für Arbeitnehmer mit höherem Einkommen. Wer heute 30 Jahre alt ist und 2055 nach 45 Berufsjahren in Rente geht, muss daher frühzeitig vorsorgen. Die gesetzliche Rentenformel berücksichtigt zwar die Einzahlungsjahre, aber aufgrund der demografischen Entwicklung wird die staatliche Leistung in Zukunft vermutlich weiter sinken – gemessen am vorherigen Einkommen.
Finanzielle Sicherheit im Alter erfordert daher Eigenverantwortung. Ob durch betriebliche Altersvorsorge, private Rentenversicherungen oder andere Sparformen – wer früh beginnt, muss monatlich weniger einzahlen, um am Ende das gewünschte Niveau zu erreichen. Je früher man anfängt, desto leichter wird der Weg zu einer ausreichenden Rente.
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