Wer erhält eine Rente von 3000 Euro und wie realistisch ist das?

Monatlich 3000 Euro Rente – das klingt nach einem sorgenfreien Ruhestand. Doch wer erreicht diesen Betrag wirklich? Laut aktuellen Berechnungen müsste ein Versicherter im Laufe seines Arbeitslebens rund 79,79 Rentenpunkte angesammelt haben, um eine solche Summe zu erhalten. Bei einer durchschnittlichen Beitragszahlung über 45 Jahre bedeutet das: Pro Jahr müssen etwa 1,77 Rentenpunkte gutgeschrieben werden.

Damit das gelingt, muss man über Jahrzehnte hinweg gut verdienen. Konkret müsste man monatlich über 6360 Euro in die Rentenversicherung einzahlen – und das Jahr für Jahr. Nur wer langfristig in gut bezahlten Berufen tätig ist, wie beispielsweise Ärzte, leitende Angestellte oder Spezialisten in technischen oder juristischen Feldern, hat realistische Chancen, diese Marke zu erreichen.

Die Mehrheit der Rentner in Deutschland kommt jedoch bei weitem nicht an diesen Betrag heran. Die durchschnittliche monatliche Rente liegt deutlich darunter – besonders, wenn man bedenkt, dass viele Menschen nicht 45 Jahre voll berufstätig waren, Unterbrechungen durch Kindererziehung, Ausbildung oder Arbeitslosigkeit hatten oder in Teilzeit arbeiteten.

So bleibt eine Rente von 3000 Euro für die meisten ein Ziel, das schwer zu erreichen ist. Wer dennoch darauf hofft, sollte frühzeitig zusätzlich zur gesetzlichen Rentenversicherung vorsorgen – etwa durch private Altersvorsorge oder Immobilien. Denn wer sich allein auf die gesetzliche Rente verlässt, darf sich nicht wundern, wenn die monatliche Auszahlung deutlich unter den erträumten 3000 Euro bleibt.

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