Welche Seite ist bei einem Schlaganfall schlimmer?

Ein Schlaganfall kann auf beiden Seiten des Gehirns schwere Folgen haben – doch welche Seite betroffen ist, bestimmt, welche Funktionen beeinträchtigt werden. Im Grunde gilt: Jede Gehirnhälfte steuert die gegenüberliegende Seite des Körpers. Das bedeutet, dass ein Schlaganfall in der rechten Gehirnhälfte zu Problemen auf der linken Körperseite führt – etwa Lähmungen oder Schwächen im Arm, Bein oder Gesicht.

Doch die Auswirkungen gehen über die rein körperliche Ebene hinaus. Die rechte Gehirnhälfte ist auch für bestimmte kognitive und emotionale Funktionen verantwort2, wie die Wahrnehmung von Raum und Tiefe, kreative Denkprozesse und das Gespür für Emotionen. Ein Schlaganfall hier kann daher nicht nur körperliche, sondern auch subtile Veränderungen im Denken oder Fühlen nach sich ziehen – zum Beispiel Schwierigkeiten, sich in Situationen zurechtzufinden oder Stimmungsschwankungen.

Es ist wichtig zu verstehen, dass es nicht darum geht, welche Seite „schlimmer“ ist – sondern darum, wie groß der Schaden ist und welche Bereiche betroffen sind. Beide Hirnhälften haben unterschiedliche, aber gleich wichtige Aufgaben. Die Heilung hängt stark von der schnellen medizinischen Versorgung und einer frühzeitigen Rehabilitation ab. Therapien wie Physio-, Ergo- und Sprachtherapie können dabei helfen, verlorene Fähigkeiten wiederzugewinnen oder neue Wege im Gehirn zu fördern.

Wichtig ist: Bei Verdacht auf einen Schlaganfall – wie plötzliche Gesichtslähmung, Armlähmung oder Sprachstörungen – muss sofort der Notarzt gerufen werden. Jede Minute zählt.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen