Welche Vitamine sollten bei Chemotherapie vermieden werden?

Während einer Chemotherapie ist besondere Vorsicht bei der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln geboten – besonders bei antioxidativen Vitaminen. Laut einer Studie, die in der Pharmazeutischen Zeitung zitiert wurde, kann die Einnahme bestimmter Antioxidantien das Behandlungsergebnis negativ beeinflussen.

Vitamin A, Vitamin C, Vitamin E, Carotinoide und Coenzym Q10 gehören zu diesen Substanzen. Obwohl sie normalerweise als gesund gelten und Zellschäden durch freie Radikale reduzieren können, scheinen sie bei einer Chemotherapie kontraproduktiv zu wirken. Die Chemotherapie greift Krebszellen oft gezielt über oxidative Prozesse an. Antioxidantien könnten diesen Mechanismus abschwächen, indem sie die Wirkung der Zellgifte dämpfen.

Die Studienergebnisse zeigen: Wer diese Mittel vor oder während der Behandlung einnimmt, hat ein um 41 Prozent höheres Risiko für einen Rückfall – und ein um 40 Prozent erhöhtes Sterberisiko. Die Hazard-Ratio lag bei 1,41 für Rezidive und 1,40 für die Sterblichkeit.

Daher ist es entscheidend, dass Patienten vor Beginn der Chemotherapie mit ihrem Arzt über eventuelle Nahrungsergänzungsmittel sprechen. Selbst harmlos erscheinende Vitamine können unter bestimmten Umständen gefährlich sein. Die Selbstmedikation mit antioxidativen Vitaminen sollte während der Therapie unbedingt unterbleiben.

Stattdessen sollte die Ernährung auf natürliche Weise abwechslungsreich und angepasst an die Bedürfnisse während der Behandlung sein. Die Beratung durch einen erfahrenen Arzt oder Ernährungsspezialisten kann hier wertvolle Unterstützung bieten.

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