MRSA-Behandlung in der Hausarztpraxis
Die Diagnose MRSA (Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus) löst bei vielen Betroffenen erst einmal Unsicherheit aus. Umso wichtiger ist es zu wissen, dass Patienten für eine fachgerechte Versorgung nicht zwangsläufig ein Krankenhaus aufsuchen müssen. Grundsätzlich ist auch der gewohnte Hausarzt der richtige Ansprechpartner für Diagnostik, Beratung und Therapie dieser multiresistenten Erreger.
Allerdings gibt es für Mediziner eine wichtige formale Hürde: Damit ein Allgemeinmediziner die gezielten MRSA-Leistungen mit den Krankenkassen abrechnen kann, benötigt er eine spezielle Zertifizierung. Diese Qualifikation lässt sich über eine entsprechende Online-Fortbildung bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) erwerben. Fehlt diese Zertifizierung, kann der Arzt zwar erste Schritte einleiten, für die vollumfängliche, abrechenbare Betreuung verweist er jedoch oft an qualifizierte Kollegen.
MRSA-Bakterien besiedeln häufig die Haut oder die Nasenschleimhaut und verursachen bei gesunden Menschen selten Probleme. Bei geschwächtem Immunsystem oder offenen Wunden können sie jedoch Infektionen hervorrufen. Die Behandlung umfasst meist eine gezielte Sanierung mit speziellen Nasensalben, antiseptischen Waschlotionen sowie strikten Hygienemaßnahmen im Alltag, um eine Weiterverbreitung zu verhindern.
Sollten Sie den Verdacht auf eine Infektion haben oder ein Befund vorliegen, sprechen Sie am besten direkt mit Ihrer Hausarztpraxis. Dort erfahren Sie schnell, ob das Team die nötige Zertifizierung besitzt und Sie direkt vor Ort umfassend begleiten kann.
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