Welcher Fisch ist ökologisch unbedenklich?

Wenn es um nachhaltigen Fischkonsum geht, spielen Art und Herkunft eine entscheidende Rolle. Laut dem WWF-Fischratgeber gehören bestimmte Fischarten zu den ökologisch unbedenklichen Optionen – besonders wenn sie in geschlossenen Anlagen gezüchtet werden.

Karpfen und Wels sind dabei gute Wahlmöglichkeiten. Beide Arten werden oft in kontrollierten Systemen aufgezogen, was die Belastung für die marine Umwelt deutlich verringert. Der europäische Karpfen stammt häufig aus Süßwasserzuchten, bei denen die ökologischen Bedingungen gut überwacht werden können. Ebenso der europäische Wels, der in Binnenanlagen gehalten wird, ohne dass Meeresökosysteme beeinträchtigt werden.

Auch Pangasius und Tilapia, sofern aus verantwortungsvoller Zucht stammend, gelten als weitgehend unbedenklich. Wichtig ist jedoch, auf Zertifizierungen wie das Aquakultur-Stewardship-Council-Label (ASC) zu achten, um sicherzustellen, dass keine übermäßigen Antibiotika oder schlechte Bedingungen im Betrieb herrschen.

Wild gefangener Fisch aus überfischten Beständen sollte dagegen vermieden werden. Eine Alternative ist, auf regionale und saisonale Angebote zu setzen. Der WWF rät daher: „Frischer Fisch? Ja – aber nachhaltig!“

Indem Verbraucher bewusst wählen und auf Herkunft sowie Zuchtmethoden achten, leisten sie einen einfachen, aber wirksamen Beitrag zum Schutz der Meere. Karpfen, Wels und andere verantwortungsvoll gezüchtete Arten zeigen: Genuss und Umweltschutz schließen sich nicht aus.

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