Welcher Sport hilft bei Reflux?

Bei Sodbrennen oder Reflux ist Bewegung durchaus sinnvoll – aber nicht jede Sportart eignet sich gleich gut. Laufen oder Radfahren zählen zu den empfehlenswerten Ausdauersportarten, die helfen können, die Symptome langfristig zu lindern. Regelmäßiges Training fördert die Verdauung und unterstützt das Abnehmen, was den Druck auf den Magen verringert und so Sodbrennen vorbeugen kann.

Wichtig ist jedoch: Manchmal kann Sport auch das Gegenteil bewirken. Wer direkt nach einer schweren Mahlzeit intensiv trainiert, riskiert, dass Magensäure nach oben steigt. Beim Sport wird die Energie anderswo im Körper benötigt, wodurch der Verdauungsprozess verlangsamt wird. Dadurch bleibt die Nahrung länger im Magen – ein Umstand, der Reflux begünstigen kann.

Auch stoßartige oder kraftbetonte Übungen wie Gewichtheben oder intensive Bauchübungen sind bei empfindlichen Menschen oft ungünstig. Sie erhöhen den Bauchdruck und können so die Speiseröhre öffnen, was das Aufsteigen von Magensäure begünstigt.

Der Schlüssel liegt im richtigen Timing und der Wahl der Sportart. Ein leichter Spaziergang nach dem Essen etwa wirkt oft wahre Wunder – er regt die Verdauung an, ohne den Körper zu sehr zu belasten. Wer regelmäßig trainiert, sollte besser auf nüchternen Magen oder mindestens zwei Stunden nach einer Mahlzeit starten.

Letztlich gilt: Jeder Körper reagiert anders. Wer unter Reflux leidet, sollte auf seine Signale achten und eine Form der Bewegung finden, die guttut – ohne Beschwerden auszulösen. Langfristig kann die richtige Kombination aus moderatem Ausdauersport und gesunder Ernährung viel bewirken.

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