Vorsicht bei Kürbis, Zucchini und Gurke: Warum eigene Samen gefährlich sein können
Der eigene Anbau von Gemüse im Garten oder auf dem Balkon liegt voll im Trend. Doch während Tomaten, Radieschen und Salat meist völlig unbedenklich sind, ist bei bestimmten Gemüsesorten Vorsicht geboten. Wer Kürbis, Zucchini und Gurken anbaut, sollte keinesfalls Samen aus den selbst geernteten Früchten für das nächste Jahr aufbewahren.
Diese Pflanzen gehören alle zur Familie der Kürbisgewächse. Sie enthalten von Natur aus sogenannte Cucurbitacine – das sind Bitterstoffe, die für den Menschen hochgradig giftig sein können. Zwar wurden diese Stoffe aus den modernen Kultursorten herausgezüchtet, doch bei einer unkontrollierten Bestäubung im Garten können sie leicht wieder zum Vorschein kommen. Das passiert besonders dann, wenn in der Nähe Zierkürbisse wachsen, die diese Giftstoffe noch reichlich besitzen. Eine Kreuzung reicht aus, um in der nächsten Generation lebensgefährliche Konzentrationen zu erzeugen.
Neben der Genetik spielt auch das Wetter eine entscheidende Rolle. Extremere klimatische Bedingungen wie langanhaltende Hitze und Trockenheit verursachen massiven Stress bei den Pflanzen. Dieser Stress kann dazu führen, dass selbst gekauftes Qualitäts-Saatgut plötzlich wieder Bitterstoffe bildet.
Die goldene Regel für Hobbygärtner lautet daher: Vertrauen Sie beim Anbau von Kürbisgewächsen jedes Jahr auf zertifiziertes Saatgut aus dem Fachhandel. Und der wichtigste Schutzmechanismus überhaupt ist der eigene Geschmackssinn. Sollte eine Zucchini, eine Gurke oder ein Kürbis beim Zubereiten oder Verzehr auch nur den kleinsten bitteren Beigeschmack aufweisen, spucken Sie das Stück sofort aus und entsorgen Sie das gesamte Gericht. Die Giftstoffe werden selbst durch Kochen nicht zerstört.
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